Landschaftsverband Rheinland - Qualität für Menschen

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Abgeschlossene Projekte

Tracerdiagnose Schizophrenie zur externen Qualitätssicherung in der stationären psychiatrischen Versorgung nach §137 SGB V

W. Gaebel, F. Schneider, B. Janssen

Projektzeitraum: 1996-1998, Finanzierung: BMG-Förderung

In einem vom BMG geförderten Projekt wurden anhand von insgesamt 1.042 Behandlungsfällen in vier psychiatrischen Kliniken unterschiedlicher Struktur in Nordrhein-Westfalen Voraussetzungen für eine externe Qualitätssicherung mit Hilfe der Tracerdiagnose Schizophrenie erarbeitet und implementiert. Ziele waren die Evaluation eines Erhebungsinstrumentariums, die Entwicklung von Qualitätsindikatoren und der Aufbau eines Rückmeldesystems zur Optimierung des internen Qualitätsmanagements. Auf Basis der erhobenen Daten konnten Qualitätsindikatoren und vergleichende Qualitätsrückmeldungen abgeleitet werden, die neben Ergebnisvariablen auch Struktur-, Patienten- sowie Prozessvariablen umfassen. Diese Qualitätsprofile bilden einen wesentlichen Ausgangspunkt für krankheitsspezifische Problemanalysen im Rahmen eines internen Qualitätsmanagement.

Leitliniengestütztes Qualitätsmanagement in der stationären Akutbehandlung schizophrener Patienten

W. Gaebel, M. Berger, B. Janssen

Projektzeitraum: 1999 – 2004, Finanzierung: BMBF (im Rahmen des KN Schizophrenie)

In Anlehnung an das Konzept eines leitliniengestützten Umfassenden Qualitätsmanagements (UQM) wurden in acht Fachkrankenhäusern aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg unter Konzentration auf definierte Schwerpunkte aus den Bereichen medizinische Behandlung sowie Service für Patienten und Angehörige Qualitätssicherung und –verbesserung im Hinblick auf entsprechende Steuerungs- und Organisationsprinzipien systematisch entwickelt und praktisch umgesetzt. Hierzu wurde zunächst eine qualitätsorientierte Behandlungsdokumentation entwickelt und in allen teilnehmenden Kliniken implementiert, ergänzt durch Leitlinien-Weiterbildungen, vergleichende Qualitätsrückmeldungen (Bench-mark), Moderatorentrainings sowie datengestützte Qualitätszirkelarbeit. Eine Umsetzung klinikspezifisch entwickelter Prozessoptimierungen konnte durch Einbeziehen der Leitungsebenen in den Kliniken sicher gestellt werden.

Leitliniengestütztes Qualitätsmanagement in der ambulanten Nervenarztpraxis

W. Gaebel, M. Berger, B. Janssen

Projektzeitraum: 1999 – 2004, Finanzierung: BMBF (im Rahmen des KN Schizophrenie); Fa. Janssen-Cilag, Neuss

Im Rahmen des Projekts wurden unterschiedliche Methoden und Instrumente zur Optimierung der ambulanten Versorgung schizophrener Patienten in drei Versorgungsregionen durch Aufbau eines leitliniengestützten Qualitätsmanagementsystems in klinikassoziierten Praxisnetzen vergleichend evaluiert. In der Düsseldorfer Projektzentrale wurde in diesem Zusammenhang ein EDV-gestütztes Decision-Support-System (DSS) entwickelt, das neben einer qualitätsorientierten Behandlungsdokumentation interaktive, fallbezogene und leitlinienbasierte Entscheidungsunterstützung für den behandelnden Arzt bietet. Eine modellhafte Erprobung des DSS-Moduls in zehn Düsseldorfer Nervenarztpraxen bestätigte einen stärker leitlinienorientierten Behandlungsprozess, eine schnellere Besserung des psychopathologischen Patientenstatus sowie eine geringere Anzahl von Krankenhauseinweisungen in der Interventionsgruppe im Vergleich zu den Kontrollgruppen in Freiburg bzw. München.

Optimierung der Schizophreniebehandlung in der Allgemeinarztpraxis

H.-H. Abholz, M. Sielk, W. Gaebel, M. Berger, B. Janssen

Projektzeitraum: 1999 – 2004, Finanzierung: BMBF (im Rahmen des KN Schizophrenie)

Gegenstand des Projekts ist die Evaluation von Optimierungsmöglichkeiten der ambulanten hausärztlichen Versorgung schizophrener Patienten unter Einbezug der Schnittstelle Hausarzt/Nervenarzt in allgemeinärztlichen klinik-assoziierten Praxisnetzen mit dem Ziel einer stärkeren Vernetzung des Primär- und Sekundärarztsystems. Inhaltlicher Schwerpunkt hierbei ist die leitliniengestützte Qualitätsoptimierung von Diagnostik / Therapie unter besonderer Berücksichtigung von Früherkennung sowie Früh- bzw. Krisenintervention.

Umfassendes ambulantes Qualitätsmanagement in der Depressionsbehandlung

M. Härter, M. Berger, W. Gaebel, B. Janssen

Projektzeitraum: 1999 – 2004, Finanzierung: BMBF (im Rahmen des KN Depression, Suizidalität)

Ausgehend von Qualitätszirkeln im hausärztlichen, nervenärztlichen und psychotherapeutischen Bereich wurde ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem für depressive Erkrankungen entwickelt, implementiert und evaluiert. Es wurden reliable und valide Instrumente zum Screening depressiver Störungen und zur Basisdokumentation dieser Störungen im Behandlungsverlauf entwickelt. Im Rahmen eines erweiterten ambulanten Qualitätsmanagementprogramms wurden sie in Praxisnetzen in drei Studienregionen erprobt und hinsichtlich der Akzeptanz der Nutzer – d.h. der behandelnden Ärzte, Therapeuten sowie Patienten selbst – und ihrer Effektivität mittels eines Kontrollgruppendesigns evaluiert.

Externe Qualitätssicherung

M. Härter, M. Berger, W. Gaebel, B. Janssen

Projektzeitraum: 1999 – 2004, Finanzierung: BMBF (im Rahmen des KN Depression, Suizidalität)

Gegenstand des Projekts war ein Vergleich von Prozess- und insbesondere Ergebnisqualität stationärer Depressionsbehandlung bei 300 depressiven Patienten in insgesamt 10 psychiatrischen Kliniken in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen, wozu die kontinuierliche Erhebung von Daten bei stationärer Aufnahme und Entlassung (Patientenmonitoring) als Basis einer klinikinternen Qualitätssicherung bzw. eines externen Klinikvergleichs sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung von Messinstrumenten für den klinisch-psychiatrisch / psychotherapeutischen Bereich dienten.

Stationäres Qualitätsmanagement

W. Gaebel, B. Janssen, M. Härter, M. Berger,

Projektzeitraum: 1999 – 2004, Finanzierung: BMBF (im Rahmen des KN Depression, Suizidalität)

In Anlehnung an das Konzept des Umfassenden Qualitätsmanagements wurden in der einen Hälfte (Experimentalgruppe) von insgesamt 10 teilnehmenden psychiatrischen Fachkliniken aus Nordrhein-Westfalen, Bayern sowie Baden-Württemberg verschiedene Elemente des internen / externen Qualitätsmanagement (qualitätsbezogene Behandlungsdokumentation, Leitlinien-Fortbildung, Moderatorentraining sowie Benchmarking-gestützte Qualitätszirkelarbeit und Prozessoptimierung) implementiert und evaluiert. Die übrigen fünf Fachkrankenhäuser wurden unter der Standardbehandlung dokumentiert und dienten als Kontrollgruppe.

Wirtschaftlichkeitsanalysen und qualitätsorientiertes Vergütungssystem in der Depressionsbehandlung

W. Gaebel, B. Janssen, M. Härter, M. Berger,

Projektzeitraum: 2001 – 2002, Finanzierung: BMBF (im Rahmen des KN Depression, Suizidalität)

Schwachstellen in der Versorgung depressiver Patienten sind häufig mit ungünstigen Kosten-Nutzen-Relationen verbunden (unnötige medizinische Untersuchungen aufgrund von Fehldiagnosen, längere Ausfallzeiten durch suboptimale Therapiestrategien etc.). Neben Wirtschaftlichkeitsanalysen im Bereich der ambulant/stationären Depressionsbehandlung war es Hauptziel des Projekts, ein qualitätsorientiertes Vergütungssystem für die ambulante haus- und nervenärztliche Versorgung depressiver Patienten zu entwickeln. Das System begünstigt diejenigen Leistungsanbieter, die sich in Diagnostik und Therapie depressiver Störungen an konsentierten Leitlinien orientieren und dies durch eine standardisierte Dokumentation der Behandlungsschritte nachvollziehbar durchführen.